Neuigkeiten Prof. Dr. Dr. h.c. Martínez

Save the Date: 4. Hopfenrechtstag
am 20. November 2026 in Wolznach

Am 20. November 2026 wird der 4. Hopfenrechtstag mit dem Thema: "Nachhaltiger Hopfenbau - Betrieb erhalten, umbauen und vermarkten" im Deutschen Hopfenmuseum in Wolznach stattfinden.
Weitere Informationen zum Programm und zur Anmeldung werden demnächst auf unserer Website und über unseren Newsletter bekannt gegeben.

Tierhaltungskennzeichnungsgesetz: Verlängerte Stillhaltefrist ist kein Beleg für ein Scheitern
Kommentar von Prof. Dr. Dr. h.c. Martínez in der AGRA Europe

Die EU-Kommission hat die Notifizierungsfrist für das deutsche Tierhaltungskennzeichnungsgesetz (THKG) verlängert – nachdem Polen und Lettland Einwände erhoben hatten.
In Teilen der Branche hat dies Zweifel an der Europarechtskonformität des Gesetzes aufkommen lassen

Im aktuellen Beitrag von Niels Reisinger in der AGRA Europe, ordnet Prof. Dr. Dr. h.c. Martínez die Situation in einer Stellungsnahme für die SPD-Bundestagsfraktion ein und kommt zum Schluss: Die verlängerte Prüffrist lässt für sich genommen keine Rückschlüsse auf die Vereinbarkeit des Gesetzes mit EU-Recht zu. Sie zeigen jedoch Stellen auf, an welchen der deutsche Gesetzgeber nachjustieren sollte – insbesondere bei Verfahrensvorgaben und der Öffnung für gleichwertige ausländische Kontrollsysteme.

Den vollständigen Artikel finden Sie hier.


Wissenschaft im Agrarrecht
Vortrag von Prof. Dr. Dr. h.c. Martínez auf den 10. Luzerner Agrarrechtstagen

Auf den 10. Luzerner Agrarrechtstagen hat Prof. Dr. Dr. h.c. Martínez einen Vortrag mit dem Thema "Wissenschaft im Agrarrecht" gehalten. Dabei ging es um die Frage: "Ist Agrarrecht für die Rechtswissenschaft ein Nischenfach – oder ein Labor für die Zukunft des öffentlichen, europäischen und interdisziplinären Rechts?".

Daran schließen sich selbstverständlich weitere Themenfelder an:

  • Systembildung im Agrarrecht – was hält das Fach dogmatisch zusammen?
  • Agrarrecht zwischen Jurisprudenz und Agrarwissenschaft – wie viel Natur‑, Wirtschafts- und Betriebswissen braucht die Rechtswissenschaft?
  • Europäisierung und Mehrebenensystem – welche Wirkungen haben GAP, Umweltrecht, WTO & Co. auf Lehre und Forschung?
  • Nachhaltigkeit, Klima, Wasser, Boden und Biodiversität – wie verändern sie die klassische Agrarrechtsdogmatik?
  • Lehre und Nachwuchs – wie verankern wir Agrarrecht sichtbar und attraktiv an den juristischen Fakultäten?

Das Fazit von Prof. Martínez: "Wir sollten das Agrarrecht weit weniger als Nische und viel stärker als dogmatisch äußerst ergiebiges Rechtsgebiet begreifen und fördern. Kaum ein anderes Feld zwingt uns so konsequent, Verfassungs‑, Europa‑, Umwelt‑ und Wirtschaftsrecht zusammenzudenken – eine Chance, die wir in Forschung, Lehre und Praxis noch deutlich entschiedener nutzen sollten."


Rechtssicherheit für Rote Gebiete
Prof. Dr. José Martínez im Interview mit Rainer Münch (AGRA Europe)


Im Interview kommentiert Prof. Dr. Dr. h.c. Martínez den Entwurf der neuen Gebietsausweisungsverordnung.

Für Ihn ist am Entwurf einerseits positiv, dass die Kriterien für die Ausweisung „Roter Gebiete“ endlich in einem förmlichen Rechtsakt geregelt werden. Ein klarer Schritt hin zu mehr Transparenz und Rechtssicherheit.
Gleichzeitig kritisiert er am Entwurf jedoch den stark technokratischen Character, der den Bundesländern viele Spielräume bei der Umsetzung lässt und die versprochene bundesweite Vereinheitlichung nur begrenzt erreichen wird. 
Dabei ist insbesondere der Vollzugsautomatismus besonders problematisch: Wenn Länder bei der Ausweisung versagen, gelten pauschal schärfere Auflagen für ganze Grundwasserkörper – mit der Folge, dass Landwirtinnen und Landwirte faktisch für Verwaltungsfehler haften.
Rechtssicherheit darf aber nicht einseitig zu Lasten der Betriebe gehen. Die anstehende Neuordnung des Düngerechts muss daher europäische Vorgaben, bundeseinheitliche Standards und eine faire, verursachergerechte Lastenverteilung zusammenführen – sonst bleibt es beim „Reparaturpaket“.

Verleihung der Ehrendoktorwürde an Prof. Dr. Dr. h.c. José Martínez
durch die Universidad Santo Tomás (Kolumbien)


Am 26.5.2026 wurde Prof. Dr. Dr. h.c. José Martínez im Rahmen eines feierlichen Festaktes von Professoren und Studierenden die Ehrendoktorwürde („Doctorado Honoris Causa en Derecho“) verliehen.
In Anschluss an die Verleihung hielt Prof. Dr. Dr. h.c. Martínez eine Festvorlesung mit dem Titel: "Lateinamerika und Europa: zwei sich gegenseitig befruchtende Rechtsräume".

Mit der Auszeichnung, würdigt die Universidad die langjährigen Verdienste von José Martínez um die akademische Zusammenarbeit zwischen den beiden Juristischen Fakultäten.

Weitere Informationen finden sie: hier

Kohärenz statt Flickschusterei
Prof. Dr. José Martínez im Interview mit Rainer Münch (AGRA Europe)


Im Interview fordert Prof. Dr. Martínez in der Düngepolitik von einem reperaturgetriebenen Krisenmanagment auf eine strategische Nitratpolitik hinzuarbeiten.

Dafür schlägt er vor, alle bevorstehenden rechtlichen Maßnahmen in einem einzigen Maßnahmenpaket zu bündeln. So könnte nicht nur Planungs- und Investitionssicherheit für Betriebe geschaffen werden, auch könnte Deutschland den Krisenmodus der kleinen Flickschusterei verlassen und mit klaren Minderungszielen und Monitoring-Mechanismen zu einer verlässlichen Bewirtschaftungsregulierung übergehen.

Den kompletten Beitrag finden sie: hier
VI. Budapest-Göttingen Fakultätskolloquium (ELTE Law School)
Vortrag von Prof. Dr. Martínez


Während des VI. Budapest-Göttingen Fakultätskolloquium an der ELTE Law School hielt Prof. Dr. Martínez einen Vortrag zur Rolle der obersten Gerichte bei der Herstellung gleichwertiger Lebensverhältnisse im ländlichen Raum gesprochen.
Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Gerichte – ohne selbst Infrastrukturpolitik zu betreiben – verfassungsrechtliche Mindeststandards sichern und politische Entscheidungen mit räumlichen Verteilungsfolgen an Begründung, Transparenz und Fairness messen können.


14. Göttinger Gespräche - Ein voller Erfolg
zum Thema Risiken in der Landwirtschaft


Am 08.05.2026 fanden am Institut für Landwirtschaftsrecht der Georg-August-Universität Göttingen die 14. Göttinger Gespräche zum Agrarrecht statt – unter dem Leitthema: Risiken in der Landwirtschaft.

Ein hochkarätig besetzter Tag mit Beiträgen zu öffentlicher Risikovorsorge, Hofnachfolge in Personengesellschaften, Mehrgefahrenversicherung und Zwangsversteigerung landwirtschaftlicher Liegenschaften.

Herzlichen Dank an die Dozenten: Anna-Lena Poppe, Hendrik Schulz, Thomas Gehrke, Carsten Dietert und Prof. Dr. Dr. h.c. Martin Ahrens für ihre exzellenten Beiträge – an die Landwirtschaftliche Rentenbank für die großzügige Unterstützung und das Team meines Lehrstuhls.

Auch ein dank allen Teilnehmenden für die engagierte Diskussion – wir freuen uns auf die 15. Göttinger Gespräche!

 


​Die Eckwerte Taugen nichts
Prof. Dr. José Martínez im Interview mit Rainer Münch (AGRA Europe)


Im Interview hat Prof. Dr. Martínez Stellung zum "Putenurteil" des Bundesverwaltungsgerichts vom 23.04.2026 bezogen. Aus der Sicht von Prof. Martínez ist mit dem Urteil das Kapitel der freiwilligen Selbstregulierung beendet. 

Das Bundeswirtschaftsministerium ist nun in der Verantwortung zeitig neue verbindliche und wissenschaftsbasierte Vorgaben zu erlassen. Ansonsten besteht das Risiko, dass es zu einem tierschutzrechtlichen Flickenteppich und existenziellen Planungsrisiken für Betriebe kommt. 

Wir brauchen ein neues Verständnis von Agrarpolitik 
Prof. Dr. José Martínez im Interview bei Deutschlandfunk - Umwelt und Verbraucher 


Prof. Dr. Martínez hat im Deutschlandfunk über Wege zu einer zukunftsfähigen Agrarpolitik gesprochen, die wirksam, rechtssicher und auch praktikabel sind. 
Die Kernpunkte von Prof. Martínez waren dabei: 
  • Klare Ziele statt lose Maßnahmenpakete 
  • Öffentliche Mittel an überprüfbare Leistungen knüpfen
  • Planungssicherheit, Vereinfachung und faire Wettbewerbsbedingungen 
  • Tierwohl, Klima, Bodendiversität und Ernährungssicherheit zusammen denken 
Den Beitrag finden Sie: hier

Wir brauchen ein neues Verständnis der Agrarpolitik 
Prof. Dr. José Martínez im Interview mit Rainer Münch 


Im Interview mit Rainer Münch zeigt Prof. Dr. Martínez auf, was passiert, wenn der Staat nicht frühzeitig einen langfristigen Plan entwickelt. Es entsteht eine reagierende, nicht gestaltende Politik. Dies ist bei der aktuellen Düngepolitik, aber beispielsweise auch im Agrarumweltrecht im Bereich Bodenschutz zu erkennen, wo die Politik erst auf die "Mahnung" von Brüssel wartet, bevor man tätig wird. 

Prof. Martínez plädiert für die Aufnahme von "Ernährungssicherheit" als Staatsziel, um die zentrale gesellschaftliche Aufgabe der Landwirtschaft herauszustellen. 

Ein modernes Landwirtschaftsgesetz, welches konkrete und wirksame Instrumente vorsieht, um der Landwirtschaft einen zeitgemäßen gesellschaftlichen Stellenwert zu verschaffen, ist dabei ebenso unerlässlich. 


Veröffentlichung in der Zeitschrift "Ländliche Räume" der ASG - Ausgabe 01/26 S.12ff.


EU-Wiederherstellungsverordnung: Rechtssichere Entschädigungsmodelle Eine juristische Analyse der Kompensationsmechanismen für Landeigentümer
Vortrag durch Prof. Dr. José Martínez


Am 13. März 2026 hielt Prof. Dr. José Martínez am Thünen Institut Braunschweig einen Vortrag zum Thema: EU-Wiederherstellungsverordnung: Rechtssichere Entschädigungsmodelle Eine juristische Analyse der Kompensationsmechanismen für Landeigentümer.


1. Regionalkonferenz des Niedersächsischen Fischereidialogs
Moderation durch Prof. Dr. José Martínez

 

Am Freitag den 20. März 2026 moderierte Prof. Dr. José Martínez die 1. Regionalkonferenz des Niedersächsischen Fischereidialogs.

Im Mittelpunkt standen die Vorstellung des Fachkonzepts mit dem „Suchraum“ für fischereifreie Gebiete sowie die naturschutzfachlichen und sozioökonomischen Grundlagen.

Die zahlreichen Hinweise aus der Diskussion und den Kartenabgaben fließen nun in die Abwägung und Überarbeitung des Fachkonzepts ein.
Schriftliche Stellungnahmen sind bis zum 4. Mai 2026 willkommen. Weitere regionale Termine folgen; anschließend ist die Vorlage des überarbeiteten Fachkonzepts mit Vorschlag zur Gebietsauswahl geplant.
Vielen Dank an alle Teilnehmenden aus Fischereibetrieben, Erzeugerorganisationen, den Hafenkommunen, Verbänden und Fachbehörden für den konstruktiven Austausch.


[Neue Ansätze der Landregulierung
Deutsch-maltesischer Dialogforum in Göttingen


Am 19. März 2026 besuchte der Direktor der Landwirtschaftsabteilung im maltesischen Department of Rural Affairs, Herr Marco Dimech, das Institut zu einem Workshop zu neuen Ansätzen der Landregulierung. Ziel des Treffens war es, deutsche und maltesische Expert:innen zusammenzubringen, um aus vergleichender Perspektive den Umgang mit landwirtschaftlichen Flächen zu diskutieren – einem zentralen Thema, das sowohl Malta als auch Deutschland vor Herausforderungen wie Klimawandel, Urbanisierung und nachhaltige Landnutzung stellt.

Malta als Inselstaat bietet einzigartige Einblicke in die Bewältigung von Flächenknappheit und integrierter Raumplanung, während Deutschlands föderale Strukturen reichhaltige Erfahrungen mit strukturellen Schutzmechanismen bieten.

Die Diskussion konzentrierte sich auf folgende Schwerpunkte:

  • Innovative Instrumente zur Vermeidung von Flächenfragmentierung und zur Unterstützung aktiver Landwirtschaft
  • Lernchancen aus dem Vergleich: Von maltesischen Strategien zur Erhaltung landwirtschaftlicher Flächen bis hin zu Deutschland’s Grundstücksverkehrsrecht
  • Perspektiven für zukünftige Kooperationen in Forschung, politischem Dialog und Fachwissenstransfer

 

Herr Dimech betonte: „Land ist nicht nur eine Ressource – es ist die Grundlage für Ernährungssicherheit, kulturelle Identität und ökologische Balance.“ Diese Aussage prägte die Diskussion und fand breite Zustimmung bei unseren Göttinger Kolleg:innen – insbesondere bei Dekan Prof. Paulus, der die Anwendbarkeit maltesischer Ansätze für europäische Lösungsstrategien hervorhob.

Die Strategien Maltas zur Balance zwischen Entwicklung und Landerhaltung gelten als Meilenstein einer pragmatischen, zukunftsorientierten Politik. Ich freue mich darauf, diese Ideen gemeinsam weiterzuentwickeln.

 

Ein herzlicher Dank gilt Herrn Dimech für seine präzise und inspirierende Präsentation, unserem Göttinger Team für die exzellente Organisation sowie allen Teilnehmenden für ihre engagierte und sachkundige Diskussion. Besonderer Dank geht an Anna Kiermeier aus München, die per Online-Verbindung wesentlich zur Bereicherung der Gespräche beigetragen hat.

Herr Prof. Dr. José Martinez wird am 17. April 2026 an einer Konferenz mit demselben Thema in La Valetta teilnehmen.